Atelier



Atelier in Berlin an der Spree (Atelierhaus79)


Früher konnte mein Atelier nicht groß genug sein. Knappe 100qm, 4m Deckenhöhe, große Industriefenster und direkt an der Spree schafften es nicht, mich glücklich zumachen. Die Werke waren dementsprechend üppig ausgefallen. Doch seit meinem Leben auf einem Segelboot mit minimalem Platzangebot, veränderte sich auch mein Anspruch. Mein Anspruch an mich, meine Kunst, mein Leben. Viel, Mehr und noch größer ließen nur Platz für die Leere wachsen, die Entfernung zum Bodennahen wuchs und das einst Spürbare löste sich oder versteckte sich gar hinter der Taubheit, so zumindest kam es mir vor. 

Wieder zurück an Land, reifte in mir erneut der Wunsch nach einem Atelier und ich machte mir eine Liste, was mein neues Studio auf jeden Fall haben musste:

  • Einen Ofen! Wenn ich morgens durch den Schnee zu meinem Atelier stapfe, möchte ich mich schon auf die wohlige Wärme meines Ofens freuen. Nach und nach taut im inneren alles auf, die Farben, die Wände, die Gedanken. Geruch von verbrannten Holz gesellt sich hinzu. Bis meine Arbeitstemperatur erreicht ist, muss ich mich gedulden. Ja, ein Ofen brauche ich ganz unbedingt!

Relikt aus meinem Elternhaus - Dauerbrandofen von 1975

  • Natur um mich herum wäre wünschenswert, ja sogar unabdingbar, gefordert und ein weiteres Muss. Am liebsten am Wasser. Braucht ja nicht gleich wieder die Spree sein...

Winkelmannscher Graben in Eggesin

  • Klein soll es auch sein. Ich möchte die gewohnte Bootsenge nicht mehr verlieren. Ich möchte mich in Räumen nicht mehr verlieren, auch nicht in einem.





  • Und es sollte etwas besonderes sein, etwas, was mir persönlich noch nie begegnete, wo ich noch nie war und was ich noch nie hatte..., etwas, was sich bewegen kann, seinen Ort verlassen, wie ein Boot...



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Die Renovierung